Aktuelles aus unserer Technik  -  Q1 / 2020

Seit Check Point auf der Check Point Experience 2019 R80.20 zum Magnum Opus seiner bisherigen Entwicklung erklärt hat und im September 2019 R77.30 auslief, steht für viele Kunden die R80.20 Migration samt Konsolidierung & Optimierung der Security Policy an. Wir setzen diese Projekte erfahren & kundenspezifisch um.

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Tag: checkpoint

Check Point stellt für die kritische Citrix Schwachstelle (CVE-2019-19781) seit dem 12. Januar eine IPS Protection zur Verfügung, welche wir allen Kunden empfehlen, die Citrix Gateways oder Citrix Application Delivery Controller einsetzen.

Check Point hat die Schwere der Schwachstelle als Kritisch bewertet.

Durch die Schwachstelle kann ggf. unerlaubt Code ausgeführt bzw. auf Dateien zugegriffen werden, für welche eigentlich keine Zugriffsberechtigung besteht.

Der Citrix Support hat hierfür ebenfalls bereits eine Workaround-Anleitung veröffentlicht, bis ein Hotfix zur Verfügung gestellt werden kann. Im Artikel CTX267027 informiert Citrix fortlaufend über den aktuellen Stand zur kritischen Schwachstelle.

Danke Check Point!

Die Gefahr, welche von Emotet und ähnlich bösartiger Schadsoftware (vgl. Emotet Techniken) ausgeht, ist allgegenwärtig. Tägliche Berichte über Emotet-Vorfälle zeigen, dass es jeden treffen kann. Sogar Heise hatte mit Emotet zu kämpfen.

Check Point hat Emotet eingehend analysiert bietet durch die Kombination von Schutzmechanismen vor bekannten und unbekannten Gefahren sehr gute Abwehrmöglichkeiten vor Emotet (Video).

Unbekannt bedeutet, dass noch kein bekanntes Virenpattern, Dateisignatur oder Kommunikationsweg eine Schadsoftware eindeutig als solche identifiziert.

Check Point bietet daher mit seiner Sandboxing-Lösung: SandBlast Threat Emulation & Extraction für Gateway Security und Endpoint Security Lösungen für Web & Mail an.
Nachlese: Network Threat Prevention
Nachlese: Sandblast Agent für Webbrowser | Anti-Ransomware

Bekannt bedeutet, dass Check Point bereits Sicherheitlösungen hat, welche nur konfiguriert werden brauchen, damit der Schutz vor Emotet gelingt.

Firewall:
Ein mit Emotet infizierter Rechner kommuniziert mit Command & Control (C&C) Servern um Schadcode nachzuladen. Die IP-Adressen dieser C&C Server landen sehr schnell auf sog. Known Malicious IP Address Listen. Diese Listen lassen sich sehr einfach automatisiert abfragen um sämtliche Kommunikation mit solchen IP Adressen zu unterbinden.
Nachlese: Check Point mit IP-Blocklisten

IPS:
Check Point IPS erkennt und schützt vor ungewöhnlichen Lese-/Schreibzugriffen auf Netzwerklaufwerken und verhindert die Ausbreitung via ‘lateral movement’ durch Monitoring des SMB-Protokolls. Zusätzlich bietet Check Point seit der Integration des Snort-Herstellers eine Unterstützung für Snort IDS Signaturen. Das freie Snort Intrusion Detection System (IDS) beinhaltet ebenfalls Regeln zur Erkennung von Emotet und hilft daher komplementär bei der Gefahrenabwehr.

Anti-Bot & Anti-Virus:
Check Point’s Threat Prevention Policy enthält Anti-Bot und Anti-Virus bereits per Default, d.h. sie brauchen auf dem Security Gateway nur aktiviert zu werden, damit ein sofortiger Schutz vor Bot-Kommunikation zu den Emotet C&C Servern eintritt.
Nachlese: ThreatWiki

Geo Policy:
Allen Kunden bereits als Basisfunktionalität verfügbar ist die Möglichkeit zur geografischen Einschränkung von Zugriffen mittels Geo Policy (Community) oder Geo Location Objects. Dies dient dem weiteren Ausbau der eigenen Next Generation Security hin zu einer vollständigen Zero Trust Security und verbessert den Schutz vor Emotet somit zusätzlich.

HTTPS Inspection & Categorization:
Zur Überprüfung SSL-verschlüsselter Webzugriffe bietet Check Point, gleichfalls als Basisfunktionalität, die Möglichkeit zur HTTPS Inspection & Categorization. Damit können selbst via SSL-verschlüsselte Emotet-Verbindungen durch vorgenannte Lösungen erkannt werden.

Danke Check Point!

Ab R80.20 steht auf allen Check Point Gateways das sehr praktische und nützliche Werkzeug domains_tool zur Analyse des Domain Object Cache zur Verfügung.

Domain Objects können seit R80.x ganz normal im Regelwerk der Firewall verwendet werden, wie andere Objekte auch.

Bis R77.x galt noch: Bloß keine Domain Objects!

Ab R80.x ist dies nun gänzlich anders, da Check Point ein neues Verfahren zum Caching der zu den Domain Objects gehörenden IP-Adressen auf den Gateways eingeführt hat. Daher können jetzt auch Domain Objects bei der Gestaltung und Planung von Firewall-Regeln regulär mit einbezogen werden.

Domain Objects können jeweils als FQDN bzw. Non-FQDN Objekt konfiguriert und selbst in den vordersten Regeln des Firewall-Regelwerks verwendet werden, da SecureXL auch die Beschleunigung dieser Objekte unterstützt. -> Vgl. Domain Objects in R80.x

Danke Check Point!

Erneut wurde der Technische Leiter der ESC, Danny Jung, zum Check Point CheckMates Champion des Jahres geehrt. Ausgezeichnet wurde sein Code Hub Beitrag “One-liner for Address Spoofing Troubleshooting“.

Wie bereits 2018 erhielt Danny Jung zusammen mit der Ehrung eine Einladung ins Check Point Headquarter in Tel Aviv und wurde auch für 2020 wieder als Sprecher auf der IT-Security-Konferenz “Check Point Experience” CPX360 2020 in Wien nominiert.

Herzlichen Glückwunsch!

Die Check Point Experience 2020 findet vom 4.-6. Februar 2020 erneut in der Messe Wien in Österreich statt.

Anmeldung zur CPX 2020

Endkunden | Partner

150 € Frühbucherrabatt bis zum 30. November 2019!

Nach dem Hauptevent (Eventbroschüre) bietet Check Point am 7. Februar 2020 wieder seine begehrten und stets schnell ausgebuchten technischen CPX-Trainings an.

Training I
R80.40 Hands-on
Training II
R80.40 Automation
Training III
R80.40 Sandblast
Training IV
CloudGuard Iaas/Saas/Dome9
Training V
High-end platform (Maestro /64K)
Training VI
Hacking 101
Training VII
Advanced Cyber Range

Unsere Technik wird sich auch zur CPX 2020 wieder vor Ort über die neuesten Sicherheitstrends informieren, Best-Practices & How-To’s in den technischen Sessions verfolgen und Erfahrungen mit den Technikern des Check Point R&D Teams (Research & Development) austauschen.

Wir freuen uns darauf!

Auch in diesem Jahr ist ESC wieder zusammen mit Check Point auf der it-sa 2019 vom 8. – 10. Oktober 2019 als Aussteller in Nürnberg (Messe). Bereits seit 2010 ist ESC als Check Point Partner auf der it-sa Fachmesse für IT-Sicherheit vertreten und präsentiert seine Dienstleistungen und Services dem interessierten Fachpublikum.

Sie finden uns in Halle 10.1, Stand 110 (Check Point Stand).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Seit R80.20 hat sich der Basisumfang von Check Point Enterprise Installationen deutlich vergrößert. Daher geben wir hier einen kleinen Überblick:

Zur Einführung von R80 bieten wir auch dedizierte Workshops an.
Sprechen Sie uns einfach an. Wir helfen Ihnen gern!

Check Point hat zu den gerade bekannt gewordenen Linux-Schwachstellen “TCP SACK Panic” ( CVE-2019-11477 , CVE-2019-11478 & CVE-2019-11479 ) im Knowledgebase Artikel sk156192 eine Anleitungen zur Deaktivierung von TCP SACK unter GAiA veröffentlicht. Ebenfalls wurden entsprechende Hotfixes veröffentlicht. Sämtliche Cloud-basierten Systeme hat Check Point bereits gepatcht.

Check Point hat die Schwere der Schwachstellen mit Medium bewertet.

Betroffen sind alle Linux-basierten Systeme und damit auch alle Check Point GAiA Releases. Vom Angriffsvektor her jedoch primär die Security Gateways in den externen Netzwerkperimetern.

Check Point hat am 7. Mai 2019 sein neues Major Release R80.30 veröffentlicht.

Achtung! Check Point empfiehlt derzeit nur Kunden mit Interesse zur Nutzung der neuen Funktionen bereits R80.30 zu verwenden. Daher wird es auch noch nicht als Recommended Release innerhalb von CPUSE aufgeführt.

R80.30 – Release Notes
R80.30 – Release map
R80.30 – Upgrade map
R80.30 – Backward Compatibility map
R80.30 – Documentation Package
R80.30 – SmartConsole

Weitere Ressourcen

R80.20 – Upgrade Verification Service
R80.30 – CheckMates Community
R80.30 – Known Limitations
R80.30 – Jumbo Hotfixes

Die wichtigsten Neuerungen von R80.30 sind:

  • SandBlast Threat Extraction for web-downloaded documents
  • Advanced Threat Prevention
  • New and Improved Machine-Learning Engines for Threat Emulation
  • Enhanced control of MTA actions and Threat Emulation behavior
  • Enhanced Anti-Virus support
  • Enhanced Import of additional IOCs
  • Enhanced management of the MTA
  • SSL Inspection > Server Name Indications (SNI) and TLS 1.2 support for additional cipher suites
  • IPsec VPN improvements
  • Advanced routing capabilities
  • SmartConsole extensions

Das US-Cert warnt vor einer Schwachstelle in vielen VPN Clients!

VPN Session Cookies werden nicht ausreichend verschlüsselt und zudem an unsicheren Speicherorten abgelegt.

Check Point‘s Remote Access VPN Clients sind nicht betroffen!

Wir empfehlen allen Kunden jedoch zeitnah eine Aktualisierung der VPN Client Software vorzunehmen.

Danke Check Point!